Hallo, willkommen in meiner Jugend

Mein Name ist KLAUS HEMMANN, geboren am 29. Januar 1935 in GREIZ i./Thüringen

Auf diesen Seiten werde ich von meinem Beruf erzählen und viele Bilder zeigen, von einem Beruf, den damals kaum einer kannte...der Schildermaler. Jedes Kind malt gerne und ist fasziniert von der Welt der Buntstifte. Aber erst wenn richtige kleine Kunstwerke entstehen, kann man von Talent sprechen...und das hatte ich mehr als genug. Außerdem werde ich einige kleine Geschichten aus meiner Jugend erzählen, damit allein das Bilder anschauen nicht zu langweilig wird.                                                                                 

Es war eine besondere Zeit in Deutschland und....

es waren die ersten Jahre nach dem Krieg und in Deutschland gab es wieder etwas zu essen. Wenn es auch noch nicht alles gab, man konnte wieder satt werden. Ich war im Januar 1949 gerade mal vierzehn Jahre alt geworden und wusste vom Leben nicht besonders viel. Die Kriegsjahre waren in meiner Heimatstadt Greiz in Thüringen fast spurlos an uns vorübergegangen.

Die Engländer hatten auch keine größeren Schäden mit ihren Bombenangriffen hinterlassen. Als dann die Sowjets kurz nach der Besetzung durch die Amerikaner, unsere neuen Besatzer wurden, haben diese keinen freundlichen Eindruck auf uns Jugendliche gemacht. Russisch in den letzten vier Schuljahren, war nicht die Sprache, die wir lernen wollten. Für die kasernierten Soldaten auf der anderen Straßenseite der früheren Motorsportschule, Bier besorgen und Zigarettenkippen sammeln, um das Taschengeld aufzubessern, war für uns stets eine abenteuerliche Notwendigkeit in dieser Zeit. Kohlen und Brikett „besorgen“ gehörte zum täglichen Tagesablauf der 12-16 Jährigen.

Erst mit der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik, kurz DDR genannt, im Oktober 1949, auf betreiben der Sowjetunion, sollte unser Leben besser werden. Damit war mein Lebensweg als Kind der DDR erst einmal beschlossene Sache, ohne dass ich etwas dagegen hätte tun können. Aber damals wusste ich ja nicht und die Erwachsenen schon gleich gar nicht, dass alles in einer späten, langjährigen Katastrophe enden würde.

Erst die Wiedervereinigung Deutschlands, im Oktober 1989 sollte das, für die Bürger der DDR endgültig ändern. Also, ich war ein junger Bursche wie viele Anderen auch in unserer Stadt und wir haben uns auch ehrlich gesagt, keine Gedanken über die große Politik gemacht. Wir hatten seit vier Jahren keinen Krieg mehr und das machte uns schon so etwas wie glücklich. Die Währungsreform tat ihr Übriges. Die Schaufenster füllten sich wieder und Geld hatten wir, wenn auch sehr wenig, für das wir etwas kaufen konnten. Nach der langen Zeit der Lebensmittelkarten und der Bezugsscheine, schon ein großer Schritt Richtung, es kann nur noch besser werden

1945-1949

                                         

                      

von Oben nach Unten: Greiz in Thür. Amerikanischer GI 1945, Amerikaner und Rotarmisten treffen sich im April 1945 auf der Elbbrücke in Torgau                    

Von 1945- 1949 das Alliiertengeld,       der spätere Puschkinplatz in Greiz,     schönes Mädchen von mir gemalt

        

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